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Zen in der Kunst des Bogenschießens / Der Zen-Weg.

Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt

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Zen in der Kunst des Bogenschießens / Der Zen-Weg.  Fischer (Tb.), Frankfurt

Art: Buch

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Eigenschaften

AutorEugen Herrigel
BindungBroschiert
EAN9783596160976
Ausgabe2., Aufl.
ISBN3596160979
ProduzentFischer (Tb.), Frankfurt
HerstellerFischer (Tb.), Frankfurt
Anzahl der Seiten191
Verpackungsgröße
ProduktgruppeBook
Veröffentlichungsdatum01. Februar 2004
HerausgeberFischer (Tb.), Frankfurt
StudioFischer (Tb.), Frankfurt
TitelZen in der Kunst des Bogenschießens / Der Zen-Weg.

Verwandte Kategorien

Allgemein
Buddhismus
Religion & Esoterik
Kategorien
de-books

Das sagen Kunden (Erfahrungen, Testberichte, Empfehlung) über das Buch
„Zen in der Kunst des Bogenschießens / Der Zen-Weg.“

© 1998-2004 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

Learning by doing...

Der Autor, Eugen Herrigel, fährt für eine Job an einer Uni nach Japan, und kommt
dort zum ersten Mal richtig mit dem Zen in Berührung. Genauer gesagt, mit dem Bogenschießen,
zu dessen Zweck er sich einem Meister dieser Disziplin nach längerem Hin und Her anvertraut. Man sollte
wissen, dass die Japaner nicht einfach so Bogenschießen, sondern das, genau wie
die anderen 'Sportarten' (wie Karate-do oder Aiki-do) als Weg und Mittel zur Meditation und im Endeffekt
sogar zur Erleuchtung ansehen. Daher kann man das auch nicht mal so in einigen Wochen erlernen,
sondern braucht teilweise Monate, um die einfachsten Grundbewegungen mit der 'richtigen'
Geisteshaltung durchführen zu können. Und dann dauert es noch mal Ewigkeiten,
bis man sich als Meister fühlen kann - wenn man je mal dahin kommt...

Dieses Buch ist auch insofern interessant, als dass es mehr als die meisten Bücher über Zen,
das Thema 'von außen' angeht, das heißt, mit Hilfe der Erfahrungen des Zen -
Bogenschießens. Ein interessanter und amüsanter Bericht eines deutschen
Professors (hihi), der da also versucht, sich selbst vergessend, den Bogen zu spannen,
und den Pfeil im höchsten meditativen Moment loszulassen.


Hinweis zur CD-Fassung.

Über dieses hervorragende Buch finden Sie auf dieser Seite genügend passende und aussagefähige Kritiken. Mein Hinweis - und auch der Abzug eines Sternes gegenüber dem Spitzenwert - bezieht sich ausschließlich auf die CD-Fassung: Das Hörbuch besteht aus zwei CDs. Diese beiden CDs von jeweils über 70 bzw. 60 Minuten Länge bestehen unsinnigerweise aus jeweils einem durchgehenden Track - und das, obwohl es durchaus inhaltliche Sinnabschnitte und sogar Musik zur Trennung gibt! Wenn Sie die CD also einmal stoppen, müssen Sie sich die Zeit gemerkt haben und später über die Suchfunktion Ihres CD-Players die Stelle wieder heraussuchen. Vermutlich wurde einfach aus dem Kassetten-Hörbuch später eine simple Kopie auf CD gefertigt, ohne daß sich der Verlag die minimale Arbeit gemacht hätte, dem Hörer eine übliche und notwendige Unterteilung zu gönnen.
Der Sprecher dagegen ist hervorragend, so daß das Hörbuch ein echter Genuß sein könnte, der Inhalt wird glaubwürdig, kompetent und sympathisch übermittelt. Insofern könnte das Ausweichen auf die Kassettenversion die ideale Lösung sein.

Kleines Buch mit großer Wirkung.

Ich weiß nicht genau, wann dieses Werk erstmals in den bundesdeutschen Buchläden zu finden war. Es muß aber bestimmt fünfzig Jahre her sein. Wenn mein Schulwissen nicht trügt, war Konrad Adenauer damals Bundeskanzler, die Westdeutschen waren mit dem Wirtschaftwunder und dem Wiederaufbau beschäftigt, von Japan wußte man hierzu lande recht wenig, und vom Zen-Buddhismus noch weniger (kann ich mir wenigstens vorstellen). Das Interesse für östliche Philosophien war in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr auf den indischen Hinduismus gerichtet. Es gab eine Menge von Philosophen und Schriftstellern (wie Herrmann Hesse) die sich damit beschäftigten, aber der Buddhismus japanischer Prägung blieb lange außen vor.
„Zen in der Kunst des Bogenschießens" dürfte eines der ersten Werke gewesen sein, das sich mit diesem Thema beschäftigten. Und zwar nicht nur auf der Basis einer Beschreibung von außen, sondern aus eigenem Erleben. Der Verfasser tut sich anfangs ein bisschen schwer damit, seinen Lesern zu vermitteln, was er eigentlich meint und wie er den Begriff „Zen" am besten erklären soll. Schließlich gab es ja damals noch keine esoterische Literatur in dem Sinne, wie sie uns heute in jedem Buchladen förmlich um die Ohren fliegt. Herrigel betrat damals Neuland, und das merkt man dem Buch auch irgendwie an. Es hat durchaus Charme und eine eindringliche Sprache, obwohl manche Wendungen und Stilmittel inzwischen etwas angestaubt wirken. Manches kam mir dabei sehr bekannt vor, und ich weiß inzwischen auch, warum: Herrigel hat einen ähnlichen Stil (auch was seine philosophischen Auslassungen betrifft) wie Karlfried Graf Dürckheim. Das ist kein Wunder, da beide aus der gleichen Generation stammen und meines Wissens einen sehr ähnlichen Werdegang hatten.
Was nun das Buch selbst betrifft, beschäftigt es sich im Grunde ausschließlich mit der Zen-Kunst des Bogenschießens. Es gibt natürlich noch andere Zen-Künste wie Ikebana, den Tee-Weg oder den Schwertkampf. Darüber sind inzwischen eine Menge Bücher geschrieben worden, genauso wie über das Leben in den Zen-Klöstern. Inzwischen ist Zen als Meditationstechnik selbst in vielen christlichen Klöstern etabliert, und manchmal hat es den Anschein, als ob Zen auch einen eigenen „abendländischen Weg" gefunden hat. Wenn dem so ist, hat Eugen Herrigel mit seinem Buch einen ersten Anstoß dazu gegeben. Das ist sein großes Verdienst, und darum verdient er auch, daß er auch heute noch gelesen wird.

was man wissen kann.

Als ich es das erste Mal las, wusste ich noch nicht viel von Zen-Praktiken und was Schwertkampf, Bogenschießen, Blumenbinden und "richtiges Sitzen" gemeinsam haben könnten, das änderte sich aber noch während der Lektüre.

Ich habe außerdem kein Buch in der Hand gehabt, das mir als "westlich denkendem Menschen" auf so anschauliche und manchmal amüsante Art beschreiben konnte wie ein Schüler eine Zen-Praktik erlernt.


ZEN in der Kunst des Lebens:.

Das Bogenschießen ist im ZEN, dies wird deutlich, letztlich nur EIN möglicher Weg zur Erleuchtung, zur Verschmelzung mit allem. Die Einheit von Schütze, Ziel und Weg zum Ziel im Geiste herzustellen, ist das eigentliche Ziel der Bemühungen, das aber nur erreicht wird, wenn man sich auf eben diesen Weg konzentriert. Dieses Ziel indessen ist auch durch Ikebana, Teezeremonie und andere "Do"s wie Judo, Aikido etc. (do=Weg) erreichbar, vorausgesetzt, daß man seine Bemühungen auf diesen einen Do konzentriert. Wenn dies gelingt, DANN erst sind die Ergebnisse auch auf andere Lebensbereiche übertragbar - also "Do-Hopping" führt nicht zum Ziel. Einer der faszinierendsten Aspekte des ZEN ist seine Neigung zum Querdenken. Während alle anderen östlichen Weisheitswege lehren, daß die Erleuchtung jahrzehntelange Bemühungen voraussetze, reicht den ZEN-Jüngern mitunter nur ein plötzliches, lautes Händeklatschen des Meisters, zur rechten Zeit und am rechten Platz ausgeführt...Wer begreift, daß die Prinzipien der Verschmelzung mit allem, was ist, Glück und inneren Frieden bringen, der kann das, was er in diesem Buch lernt, auf vieles andere in seinem Leben übertragen. Übrigens gibt es auch westliche Geistliche, die sich mit ZEN beschäftigen, z.B. den bekannten Würzburger Benediktinermönch Willigis Jäger, der zugleich auch ein in Japan ausgebildeter ZEN-Meister ist.

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